Dabei konnte ich bis jetzt folgendes eruieren:
Der Name Jecminek lässt sich in den Kirchenbüchern von Zeltsch nur bis 1820 zurück verfolgen. Davor scheint dieser Name nicht mehr auf, weder in Zeltsch noch in den umliegenden Gemeinden wie etwa Piwin oder Hruschitz.
Der erste belegte Eintrag ist die Taufe des Jecminek Isidor am 30.08.1820 in Zeltsch 33, Eltern waren Augustin Jecminek und Barbara Walauschek. Bis 1844 finden sich acht weitere Kinder. Nicht gefunden hab ich die Trauung Jecminek/Walauschek. Sie war weder im Geburts- und Wohnort der Barbara Walauschek (Piwin), noch in Zeltsch oder in Prostejov zu finden.
Ich sah darauf die von Zeltsch vorhandenen vier Grundbücher durch (eines nur ein Fragment mit wenigen Jahren), in der Hoffnung, hier etwas über die Herkunft des ersten Augustin zu erhalten.
Leider geht aus der Grundbucheintragung nicht hervor, woher der Augustin kam.
Tatsache ist: Augustin Jecminek, geschätzte Geburt aufgrund der Altersangabe im Sterbebuch etwa 1799, kaufte am 20.11.1818 von Franz Prowaznik den Halblahnengrund in Zeltsch 33 um den Betrag von 3250 Gulden, ein beträchtlicher Betrag.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er auch eine wöchentliche Zugrobot mit zwei Pferden bei der Herrschaft zu leisten, das waren schon besser gestellte Menschen.
Leider ist dabei kein Hinweis über seine Herkunft herauslesbar. Etwa 1854 erfolgte bei diesem Anwesen ein Eintrag über Waisenamtkapitalien und als Kurandin wurde eine Viktoria Matzenauer aus Tobitschau, heute Tovačov, eingesetzt. Dieser Ort liegt im Pfarr- und Archivbereich Olmütz und von den vorhandenen Kirchenbüchern ist lediglich eines digitalisiert und im Internet einsehbar, es betrifft die Sterbefälle der Jahre 1883 bis 1917. Hier fand sich auch einmal der Name Jeczminek.
Ich suchte auch im Internet herum und fand einen weiteren Ort mit einem Jecminek.
In Eiwanowitz (Ivanovice na Hane): geb. 13.8.1797 Eiwanowitz 99 Philipp, Vater: Valentin Jeczminek oder Geczminek, Maurer, Mutter: Ursula Lischka. Fünf Jahre vor und nach diesem Taufdatum kein weiteres Vorkommen eines Jeczminek.
Leider brachte die Kontrolle von Nemcice na Hane und noch einiger, im näheren Umkreis liegender Dörfer keinen Jecminek-Fund.
Bis jetzt fand ich im Olmützer Bereich den Namen Jecminek/ Gecminek in den Orten Eiwan (Ivaň), Loboditz (Lobodice) und Tobitschau (Tovačov).
Interessanterweise gehört Eiwan zur Herrschaft Kremsier (Kroměříž), die beiden anderen Orte zur Herrschaft Tobitschau. Unterthanen konnten jedoch nicht so einfach die Herrschaft wechseln.
Ich konnte leider keinen Anhaltspunkt entdecken, woher Jecminek Augustin mit dem vielen Geld in der Tasche nach Zeltsch kam.
Im Archiv Olmütz habe ich mit Unterstützung die folgenden Matriken durchgesehen:
(N=Geburt, O=Trauung, Z=Tod, die Nummern bedeuten die Signatur)
Lobodice - 6079 O 1826-1872
6075 NOZ 1771-1784
6076 N 1784-1837
6093 NOZ-Index 1784-1879
Tovačov - 6117 N 1784-1809
6118 N 1810-1841
6119 N 1842-1868
6120 N 1869-1896
6125 N 1784-1824 nur Ivaň
6134 O 1784-1839
6135 O 1840-1883
6139 O 1784-1892 nur Klopotovice
Vlkoš - 7346 N1765-1784
Vlkoš, Kanovsko, Věžky, Chropyně
Kyselovice, Plešovec, Bochoř, Záříčí
7352 O 1704-1784 Orte wie oben
7354 Z 1704-1784 Orte wie oben
Orte. in denen Jecminek/Gecminek vorkommen:
Archiv Olmütz:
Lobodice, Hrubčice, Ivaň, Moravská Ostravá, Rokytnice, Tovačov
Archiv Brúnn:
Ivanovice na Hané, Želeč.
Es müsste doch einfach herauszubekommen sein, wo er oder eher sein Vater etwas verkaufte, um zu diesem vielen Geld zu gelangen.
Vielleicht habt ihr eventuell Informationen oder Tipps die mir weiterhelfen können.
Lg Bernhard





