Die Sage vom vergrabenen Wandlungsglöcklein
Zur Zeit der Hussitenkriege zogen unkultivierte Krieger durch das land, plünderten Dörfer und Kirchen. Durch Kundschafter erfuhr der Pfarrer in Zulb rechtzeitig von dem Vorhaben und so konnte er die wertvollen Kirchengeräte mitsamt der kleinen Glocke in den Zulber mittleren Bergen vergraben.
Kaum war er damit fertig, kamen die wüsten Gesellen in das Dorf und gleich zur Kirche. Da sie darin nichts Wertvolles fanden, machten sie dem Pfarrer einen Besuch, schlugen und folterten ihn zu Tode. Über die vergrabenen Kirchengüter hat sich der Schleier des Geheimnisses gesenkt. Keiner konnte in späterer Zeit die Stelle wieder finden, an der die Kirchengüter vergraben worden sind; sie sollen erst wieder ans Tageslicht kommen, wenn alle Gefahr vorüber ist und niemand diese Schätze rauben wird.
Autor: Karl Bauer





